CCCA»Der Cane Corso»Wie laste ich den Hund aus

Wie laste ich den Hund aus?

Es gibt viele Methoden den Hund richtig auszulasten. Hier möchte ich einige aufzählen. Speziell im sportlichen Bereich findet man sehr viele Möglichkeiten. Dies soll nur eine allgemeine Liste sein, informieren Sie sich bei Ihrer Hundeschule, übers Internet oder beim zuständigen Verband wie ÖKV, VDH, ….

 


Unterordnung
Bei der Unterordnung lernt der Hund vorerst die Grundkommandos: Sitz, Platz, Fuss, Steh,…
Hierbei sei erwähnt, dass in meinen Augen die Leinenführigkeit eine sehr grosse Rolle spielt. Kann der Hund nicht an der Leine gehen, wird er auch bei der Freifolge nicht mitmachen. Die Unterordnung verbindet den Hundeführer mit dem Hund, es ist so schön, wenn man die Übungen mit Spass und Freude macht, der Hund einen anblickt und freudig bei der Sache ist. Hilfmittel wie Leckerli, Spielzeug, etc… alles ist erlaubt. In vielen Hundeschulen werden dann die Begleit-Hunde-Prüfungen abgelegt, auch BGH genannt. Diese gibt es dann in drei bzw. vier Stufen: BGH-A; BGH-1; BGH-2; BGH-3
Was wird geprüft:
*Leinenführigkeit
*Ablegen in Verbindung mit Hereinrufen
*Ablegen bei Ablenkung bzw. aus der Bewegung
*Freifolge
*Sitz aus der Bewegung
*Bringen (auch über eine Schrägwand)
*Voranschicken
*Stehenbleiben aus dem Schritt
Etc…

 


Obedience
Obedience heißt "Gehorsam" und kann ohne weiteres als die "Hohe Schule" der Unterordnung bezeichnet werden.
Bei offenen Obedience Wettbewerben kann jeder ohne Rücksicht auf die Größe, Rasse oder Abstammung des Hundes teilnehmen. Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Hundesportarten ist Obedience auch behinderten Menschen und Hunden zugänglich. Es gibt beispielsweise Rollstuhlfahrer, die Obedience-Hundesport machen. Von dem Hundeführer wird keine außergewöhnliche Sportlichkeit vorausgesetzt. Auch ältere oder leicht behinderte Hunde können mitmachen; ihre Einschränkung wird bei der Bewertung berücksichtigt. Körperliche Belastungen gibt es bei Obedience für Hund und Halter praktisch nicht.
Harmonie zwischen Hund und Herrl, die nur durch gegenseitiges Vertrauen erreicht wird.
Neben der Unterordnung wie bei den BGH-Prüfungen kommen noch weitere interessante Dinge hinzu:
*Apportieren / auch von Metall
*Suchen von Gegenständen / Eigenidentifikation
*Positionswechsel auf Distanz / Sitz-Platz-Steh
*Vorausschicken in eine Box / Quadrat aus 4 Pylonen
*Wesensfestigkeit, vor allem gegenüber anderen Hunden
*Ablage / alle Hunde werden gleichzeitig abgelegt

 


Agility
Agility (engl.:sprich ädschility Wendigkeit, Flinkheit) ist eine Hundesportart aus England für Hund und Mensch. Im Vordergrund steht die Bewältigung eines Hindernisparcours. In den 80er Jahren kam diese Sportart auch nach Deutschland. Heute gehört Agility zu den etablierten, modernen Hundesportarten und wird von sehr vielen Vereinen angeboten, Tendenz steigend.
Agility-Hindernisse:
*Tisch
*Hürden
*Reifen
*Weitsprung
*Laufsteg
*Wippe
*A-Wand
*Slalom

 

Zu Agility bin ich mit Chicco gekommen, er liebt es heute noch. Leider hab ich dafür zuwenig Zeit. Bei dieser Sportart haben wir die Mensch-Hund-Beziehung noch mehr gefestigt. Er konnte es kaum erwarten zum Platz zu kommen und zu zeigen, was er kann.

 

Seiten im Web:
http://www.agility.at/
http://www.agility.oekv.at
http://www.agility.de/

 

Wohnzimmer-Agility: Hierzu eine Seite, die sehr viele Vorschläge bietet  http://www.spass-mit-hund.de/

 


Tunierhundesport auch Breitensport
Der Turnierhundesport, früher auch als Breitensport bezeichnet, ist eine Hundesportart, die Hund und Mensch gemeinsam ausführen.
Die bekanntesten Varianten sind der Vierkampf und der Geländelauf. Weitere Varianten des Turnierhundeportes sind: Combinations-Speed-Cup(CSC), Qualifikations-Speed-Cup (QSC), Shorty und Einzel-Hindernislauf (aufgeteilt für Hunde bis 50 cm und über 50 cm Schulterhöhe)

 


Fährtenarbeit
Fährtenarbeit funktioniert über die Düfte der mechanischen Bodenverletzung.

Während die Duftspur bei der Entstehung der Fährte vom Wind abgedriftet wird und so neben der mechanischen Spur liegt, folgt der Hund bei der Fährtenarbeit der mechanischen Spur. Die mechanische Spur lässt neben dem optischen Eindruck auch eine Geruchsspur zurück, die der Hund verfolgt. Das Geruchsbild entsteht hier durch:

*beschädigte Erdoberfläche
*zertretenen Gräser und Pflanzen
*Kleinstlebewesen

 

Im Gegensatz zur Duftspur, die unter guten Bedingungen Wochen erhalten bleiben kann und wirklich dem Individuum zugeordnet werden kann, lässt sich die mechanische Spur oft nur für sehr kurze Zeit verfolgen. Kreuzende andere Spuren können zur Irritation führen, da sie aus den gleichen Duftkomponenten bestehen. Schon ein Regenschauer kann dazu führen, dass die Spur nicht aufgenommen und verfolgt werden kann.

 


Dummytraining
Beim Dummytraining werden Hunde im Gelände zum waidgerechten Apportieren ausgebildet, wobei statt der angeschossenen oder toten Jagdbeute eine Attrappe (Dummy) verwendet wird. Ursprünglich wurde die Hunderasse Retriever für die Jagd auf Wasservögel zum Apportieren nach dem Schuss gezüchtet. Um bei der Hundeausbildung auf totes oder gar lebendes Wild verzichten zu können, wird mit sogenannten Dummies gearbeitet. Diese bestehen meist aus Segeltuch- bzw. Canvasstoff-Säckchen, die mit Kunststoffgranulat oder Sägemehl gefüllt sind.
In der Zwischenzeit hat sich diese spezielle Art der Ausbildung zu einer eigenständigen Disziplin entwickelt, die zwar immer noch den Grundgedanken der Jagdausbildung verfolgt, aber von vielen aus rein sportlichen Gesichtspunkten betrieben wird. Durch wechselndes Gelände und unterschiedlichste Apportieraufgaben ist dies eine sehr anspruchsvolle, interessante und abwechslungsreiche Arbeit für den Hund, die ihn körperlich und geistig fordert. Das gute Zusammenspiel zwischen Hundeführer und Hund sind die Basis jeder erfolgreichen Dummyarbeit.


Die gesamte Dummyarbeit baut auf den drei Grundpfeilern Markieren, Suchen und Einweisen auf.


Seiten im Web:
http://www.apportierhunde.at/dummyarbeit.htm
http://www.labradordusty.de/html/dummyarbeit.html
http://www.hundeconsulting.at/Training/Dummytraining.htm

 


Zughundesport
Eine fast vergessene Sportart, der Hund wird ausgelastet und baut Muskulatur auf. Wenn man korrekt mit den Hunden arbeitet, kann das Wagenziehen bei Hüftdysplasie sogar eine Therapie sein, um Muskulatur aufzubauen. Voraussetzung für die Zugarbeit ist natürlich ein Mindestmass an Grundgehorsam und Zeichensicherheit. Zwischen Hund und Halter muss ein Vertrauensverhältnis bestehen, damit der Hundeführer beruhigend auf seinen Hund in ungewohnten Situationen einwirken kann. Der Hund muss daran gewöhnt werden, etwas hinter sich herzuziehen und an die ungewöhnlichen Geräusche.

 

Seiten im Web:
http://www.zughundesport.de/

 


Auf weitere Sportarten wie Flyball, Dog-Dancing, Leistungshüten, Longieren, Dogging, Mantrailing…. möchte ich hier nicht näher näher eingehen, dafür

 

weitere Möglichkeiten den Hund mit wenig Aufwand auszulasten:

 

Clickertraining
Beim Clickertraining lernt der Hund systematisch, zuerst etwas zu tun, bevor eine Belohnung auch nur in Sicht kommt. Er wird nicht durch den Anblick/Geruch von Spielzeug/Leckerli dazu verlockt, eine bestimmte Handlung auszuführen, sondern er muss wirklich ganz ohne Lockmittel etwas tun. Dann erst kommt das ersehnte "Click" gefolgt von der Belohnung. Mittels dem Clicker bekommt man ein präzises Timing, dh eine Konsequenz kann nur dann von deinem Hund mit seinem Verhalten in Zusammenhang gebracht werden, wenn sie UNMITTELBAR auf dieses folgt.


Dazu eine kleine Geschichte:
Auf das Clickern kam ich durch Astor. Dadurch, dass er Männer hasste wie die Pest und dies auch sehr deutlich zeigte, suchte ich nach einer Möglichkeit, ihn in bestimmten Situationen schnell zu loben, ohne zu sehr auf ihn zu reagieren. Soll heissen, wenn er zB ruhig bei einem Mann vorbeiging --> Click. Er wusste sofort, dass er was Tolles gemacht hat, auch wenn er nachher wieder gebrummt hat. Dies dauerte zwar eine Weile, war aber bei weitem nicht so nervenaufreibend wie das ewige NEIN, AUS, etc… Nach einer Weile empfand er Männer nicht mehr schrecklich, sondern wusste, wenn er sich ruhig verhielt, dass er eine riesen Belohnung erhält.


Seiten im Web:
http://www.clicker.de/
http://www.clickertraining.com/
http://www.clicker-training.org/

 


Naturkautschuk-Spielzeuge - Der Kong
Ein Naturkautschuk-Spielzeug. Diese Spielzeuge gibt es in versch. Variationen, am meisten bekannt ist der Kong. Dieser bereitet meinen Hunden ein wahres Vergnügen, gefüllt mit allerhand Leckereien sind sie oft stundenlang beschäftigt und zufrieden. Er ist nahezu unzerstörbar, ich kenne kaum einen Hund, der es schafft, ihn zu zerlegen, außer Madea. Bitte beachten Sie aber, dass der Kong nicht ohne Aufsicht gegeben werden sollte, auch wenn er als unzerstörbar gilt, könnten manche Hunde es schaffen und dann Einzelteile verschlucken. Hier eine englischsprachige Seite mit Tipps zum Befüllen http://www.kongcompany.com/

 


Leckerli-Spiele
Leckerlis sind eine feine Sache für den Hund und bieten sehr viele Möglichkeiten den Hund richtig auszulasten.
Was mache ich damit in der Wohnung?
Zuerst schicke ich die Hunde ins Vorzimmer, verstecke dann einige Leckerlis im Hundekorb, hinter der Türe unter Polstern, im Kennel, neben dem Sessel, auf dem Sessel, etc… Dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt. Danach hol ich die Hunde und lass sie suchen. Was glauben Sie, welchen Spass die dabei haben?

Verstecken der Leckerlis unter Sachen wzB eine Tupper-Dose oder ein Plastikhäferl, etc… Das haben meine zwei Dogs schnell herausen, ein Schups und sie haben das Leckerli.

Draußen mach ich dann allgemeine Suchspiele mit den Leckerlis, entweder ich lege die beiden ab und schmeiss ein paar Leckerlis in die Wiese, die sie danach suchen müssen oder ich leine sie überhaupt an und verstecke die Leckerli zB neben einem Baum, unter einem Strauch, etc… Dabei ist auch der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

 


Nina Ottosson - Spiele
Die Schwedin Nina Ottosson, in ihrer Heimat bereits seit Jahren für ihre anspruchsvollen und hervorragend gearbeiteten Hundespielzeuge bekannt, hat intelligente Spiele entwickelt, die für jeden Hund eine echte Herausforderung darstellen. Die Spiele sind hochwertig und massiv gearbeitet, aus unbehandelten skandinavischen Holzarten und ungefärbt.
http://www.nina-ottosson.com/

 

Unter diesen Spielen gibt es eine grosse Auswahl:
*Dogbox
*Dog-Twister
*Dog-Fighter
*Dogbrick-Domino
*Dogspinny-Roulette
*Dogsmart-Solitär
*Dogtrigger
*Dogturbo
uvm..

 

Ich selber besitze den Dogsmart-Solitär. Astor brauchte zwar eine Weile bis er rausgefunden hat, das unter den Klötzchen Leckerlis sind, aber dafür hat er umso mehr Freude daran. Chicco ist da nicht so hartnäckig und bellt das Spiel gerne an.

Ich könnte jetzt noch unzählige Auslastungsmöglichkeiten aufzählen, aber das würde die Seite sprengen. Noch eines sei erwähnt: Achten Sie darauf, dass der Hund die Gesundheit, die Fähigkeiten, das Alter und die Freude mitbringt, um die jeweilige Sportart auszuführen. Suchen Sie sich möglichst Sportarten oder Auslastungsmöglichkeiten, die Ihnen selber auch gefallen, damit Sie auch Freude daran haben.

 

Ein Bericht von Alexandra Messner

alex.messner@canecorsoclubaustria.at

 

Kongspiele